Straßenverzeichnis

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Veerbiäkenweg

Hörstel

01.03.1969
Der Straßenname „Veerbiärke" was „Vier Bäche" bedeutet, ist vermutlich falsch geschrieben. Er leitet sich ab von der plattdeutschen Bezeichnung für den ständig wasserführenden Graben „Vehbiärke" der durch Wiesen zur Knollmanns Mühle führt. Veh steht für Vieh, Biärke für Bach. Nur diese Bezeichnung macht Sinn.

 

Veltmanns Kamp

Dreierwalde

Weg zum ehemaligen Acker von Veltmann.

 

Venhäuser Weg

Dreierwalde

Straße nach Venhaus.

 

Vennstiege

Bevergern

 

Vennweg

Bevergern

 

Vikar-Winkelmann-Straße

Riesenbeck

06.11.2002
August Winkelmann, geboren am 13.04.1881 in Amelsbüren, gestorben am 26.12.1954 in Marienthal bei Wesel, war Vikar in Riesenbeck von 1907 bis 1913. Er vertrat unter anderem den kränkelnden Pfarrer Wegener. Durch seine intensive Beschäftigung mit der Reinhildis-Legende und der Herausgabe einer sehr wertvollen Schrift über seine diesbezügliche Arbeit, sowie die Vorbereitung zum Bau des Reinhildisbrunnens auf dem Kirchplatz im Jahre 1912 hat er sich für Riesenbeck unvergessliche Verdienste erworben.

 

Vinnhagen

Riesenbeck

19.12.1966
Vom Saerbecker Damm in Birgte zweigt der Vinnhagen ab und mündet auf den Wallheckenweg. Ein Vinn oder Viën ist die plattdeutsche Bezeichnung für ein Venn- bzw. Moorgebiet. Eine frühere Bezeichnung lautet denn auch "Vennhagen".

 

Volbertstiege

Bevergern

 

Vom-Stein-Straße

Hörstel

01.03.1969
Karl Reichsfreiherr vom und zum Stein wurde am 26.10.1757 in Nassau an der Lahn geboren. Er war seit 1780 im preußischen Staatsdienst und seit 1804 Minister des Akzise-, Zoll-, Fabrik- und Handelswesens in Berlin. Als Verfasser der reformerischen Nassauer Denkschrift „Über die zweckmäßige Bildung der obersten und der Provinzial-, Finanz- und Polizeibehörden in der preußischen Monarchie" begann er seine Reformideen umzusetzen: Bauernbefreiung, Aufhebung der ständischen Beschränkungen, Städteordnung die allen Städten die Selbstverwaltung gab sowie die Trennung von Justiz und Verwaltung. Auf betreiben von Napoleon wurde Stein 1808 aus dem Staatsdienst entlassen. Stein war Berater des russischen Zaren beim Wiener Kongress. Seine Reformideen wurden von Hardenberg fortgesetzt. Stein starb am 29.06.1831 auf Schloss Cappenberg.

 

Von-Bodelschwingh-Straße

Hörstel

01.03.1969
Friedrich von Bodelschwingh ist am 06.03.1831 in Tecklenburg geboren. 1872 übernahm er die 1867 gegründeten und später nach ihm benannten Anstalten in Bethel. Er bemühte sich um Resozialisierung der sogenannten „ Brüder von der Landstraße", die steter Arbeit entfremdet waren, setzte ein staatliches Wanderarbeitsstättengesetz im preußischen Landtag durch und gründete Arbeiterkolonien u.a. bei Berlin. Sein gleichnamiger Sohn wurde 1933 zum Reichsbischof gewählt, legte dieses Amt jedoch nieder, wurde Nachfolger seines Vaters in der Leitung der Betheler Anstalten und verhinderte die Durchführung der Euthanasie in Bethel. Friedrich von Bodelschwingh starb am 02.04.1910 in Bethel bei Bielefeld.

 

Von-Galen-Straße

Bevergern

 

Von-Ketteler-Straße

Hörstel

01.03.1969
Wilhelm-Emanuel, Freiherr von Ketteler ist am 25.12 1811 in Münster geboren und am 13.07.1877 in Mainz gestorben. Jurist und Theologe. Kaplan in Beckum, Pfarrer von Hopsten und Berlin, 1848 Abgeordneter der Nationalversammlung in Frankfurt, seit 1850 Bischof von Mainz. Zu einer Zeit in der Namen wie Bismark und Marx noch unbekannt waren postulierte er das Sozialstaatsprinzip als Verfassungsprinzip – eine Forderung, die heute im Grundsatz verwirklicht ist. Sein sozialethischer Ansatz führt auf der Basis der Eigentumsethik und der sozialen Menschenrechte zu verbindlichen Voraussetzungen, denen die ökonomische Ordnung unterworfen werden muss. Die Schaffung der sozialen Marktwirtschaft ist die Konsequenz daraus. Bischof Ketteler war durch und durch ein Praktiker, eine politische Persönlichkeit der es nicht nur um soziale Lehre, sondern vielmehr um die soziale Tat ging, mit dem Ziel die sozialen Bedingungen zu verbessern. Von Ketteler vertrat als Reichstagsabgeordneter 1871 im beginnenden Kulturkampf die Rechte der Kirche. Als Pfarrer von Hopsten 1847-1849, predigte dort gegen den allgegenwärtigen übermäßigen Alkoholkonsum und soll dort auch das übertriebene Feiern z.B. von Karneval, Fastnacht etc. mit Ausnahme der Kirmes dauerhaft verboten haben.

 

Voßhaar

Riesenbeck

19.12.1966
Es gibt keinen Hinweis auf eine Flurbezeichnung. Die direkte Übersetzung aus dem Plattdeutschen würde "Füchse auf der Haar" lauten. Im Landfolgungs-Register von 1800 wird unter der Lfd. 38, also keine Hausnummer, ein Voshar genannt, welcher einen Tag dienen muss. Somit könnte dies ein Hinweis auf einen Haus- oder Grundbesitzer in diesem Bereich sein.
Mehrere Wirtschaftswege östlich des Saerbecker Damms in Birgte erhielten die Bezeichnung Voßhaar. Letztlich endet die Voßhaar auf dem Birgter Feldweg. Es gab auch Überlegungen, einen Teil der Voßhaar als Kortevoßweg in Anlehnung auf das Gehöft Kortevoß zu bezeichnen.

 

Voßhüvel

Dreierwalde

Voß bzw. Fos ist die plattdeutsche Bezeichnung für den Fuchs, Hüvel bzw. Hüëwel die für einen Hügel.